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Wettbewerb Anerkennung

Im Dezember 2016 lobte die Stadt Landshut einen Realisierungswettbewerb für den Neubau der 6-zügigen Realschule mit 3-fach Sporthalle aus. In der Preisgerichtssitzung am 27.06.2017 wurde unser Entwurf, den wir gemeinsam mit den Kölner Landschaftsarchitekten club L 94 eingereicht haben, mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Die neue Schule ist in drei unterschiedlich hohe Baukörper gegliedert und präsentiert sich selbstbewusst in dem geplanten Gewerbegebiet. Gleichzeitig öffnen sich die Freibereiche zum Landschaftsraum und profitieren vom großzügigen Grünzug. Ausgehend von der Analyse der örtlichen Gegebenheiten und des geforderten Programms wird das Grundstück in Schichten von Süden nach Norden zoniert. Durch das Versetzen eines Bausteins nach Norden entsteht eine Verzahnung der Baumassen mit dem Freiraum. Es werden Außenräume mit unterschiedlichem Charakter und angemessenen Proportionen geschaffen: Der Eingangshof (1) bildet die Adresse der Schule und dient als Ankunftsort für Besucher und Schüler. Ein angemessener Vorbereich (2) nach Westen dient der Erschließung für die Busschüler und nimmt die Mensaterrasse mit angegliedertem Schulgarten auf. Der großzügige Pausenhof (3) öffnet sich nach Norden und Osten zu den Sportflächen und orientiert sich zum Landschaftsraum (Aue). Der überdachte Fahrradplatz (4) ist auf kurzem Weg von der Aue und Landshut aus zu erreichen.


Der Hauptbaukörper nimmt als 4-geschossiges Volumen im EG und 1. OG die gemeinschaftlichen Funktionen auf. Er ist als Atriumgebäude konzipiert und bildet das Herz der Schule. Das vorgelagerte 3-geschossige Lernhaus wird durch zwei Innenhöfe belichtet. Der Mittelbereich stellt als flexibel bespielbare Lernlandschaft eine pädagogisch wertvolle Ergänzung zu den umlaufend organisierten Fachräumen dar.

Das von den Pädagogen gewünschte Fachraumprinzip und die Idee der Fachbüros wird aufgegriffen: Die Fachräume werden ringförmig um die beiden Zentren organisiert und bieten Raum für konzentriertes Lernen. Jeweils an den Flurenden werden die Fachbüros platziert. Von dort ist eine optimale Übersicht über die Raumgruppen möglich. Vor den Fachbüros entstehen großzügige Flurzonen als „Marktplätze“. Die zentralen Bereiche ermöglichen soziale Interaktion und stehen für differenzierte Unterrichtsformate zur Verfügung.

Das innere Erschließungsprinzip basiert auf dem Gedanken der Zirkulation. Um der Idee einer "Schule in Bewegung" architektonischen Ausdruck zu verleihen sind die Flure und Galerien als Rundwege angelegt. Längere sogenannte "Erlebniswege" werden mit kurzen "Shortcut"-Treppen kombiniert, die auch als notwendige Rettungswege dienen.

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