clear

Wettbewerb 2. Preis

Die Leitidee des Entwurfes sieht vor das städtebauliche Grundkonzept der Plätze für Freiberg beizubehalten und konsequent weiterentwickelt: Die öffentliche Raumfolge Seeplatz – Marktplatz – Schulplatz wird durch einen weiteren geschützten Platz, den Schulhof, erweitert. Der Schulhof wird von den vier neuen Schulbaukörpern gerahmt und bildet das neue Herz des Schulzentrums.

Der Hauptzugang der Schule erfolgt vom neuen Schulplatz, dem Oskar-Paret-Platz im Osten aus. Von hier aus wird das Hauptgebäude der Schule, die Sporthalle und die Wohnbebauungen im Osten und Süden erschlossen. Der Schulplatz hebt sich im Rhythmus der drei Plätze besonders durch seine grüne Gestaltung hervor. Eine große Wiesenfläche mit einigen exklusiv ausgesuchten Ziergehölzen bildet hier eine hochwertige Aufenthalts- und Pausenfläche, die auch als Bewegungsraum des Ganztagesbetriebs nutzbar ist.

Die Schulgebäude selbst umschließen den von dem Lärm der Autobahn geschützten und wohlproportionierten Schulhof. Die gewählte Gebäudestruktur unterstützt die Idee des ganztägigen Lernens und gemeinsamen Lebens in der Schule. Sie ist in vier Baukörper mit unterschiedlicher Höhenentwicklung (3-4 Geschosse) gegliedert. Die Größe und Anordnung der Baukörper ist von der städtischen Struktur abgeleitet und fortentwickelt. Die Baukörper der Schule werden im Erdgeschoss über den Schulhof und den angrenzenden Schulplatz dezentral erschlossen. Sie sind alle im 1. Obergeschoss, dem Piano Nobile, über einen lichten Umgang ringförmig miteinander verbunden. Die Sporthalle als fünftes Volumen wird von der Schule aus über den Schulplatz erschlossen. Für die Öffentlichkeit wird ein zweiter Eingang zum Markplatz hin vorgesehen. Das Sporthallenniveau wird um ca. 3.50 Meter abgesenkt, um eine effiziente Organisation und Belichtung aller Räume und die Anordnung Außensportflächen auf dem Dach zu ermöglichen. Auf der Dachfläche der Sporthalle wird, vor dem Lärm der Autobahn geschützt, das grosse Außensportfeld vorgesehen.

Nördlich der zukünftigen Oscar-Paret-Schule entsteht unter Beachtung der vorhandenen vegetativen Strukturen der zusammenhängende Sportcampus. Aus Lärmschutzgründen ist er 1.80 m abgesenkt. Die Zuwegung erfolgt über Treppen sowie eine barrierefreie Rampe, die auch von Pflegefahrzeugen genutzt werden kann. Die sacht herunterlaufenden Böschungen können in ausgewählten Bereichen, durch einfache lineare Elemente, in Tribünen- sowie Aufenthaltsräume verwandelt werden. Gerne auch als "grünes Klassenzimmer" für Unterricht im Freien.

Zur Autobahn hin wird ein "grüne Filter" als dichter "Schadstoff-Schirm" ausgebildet. Er integriert die vorhandenen vegetativen Strukturen und wird durch die Pflanzung von heimischen winterharten Bäumen und Sträuchern intensiv erweitert sowie nachverdichtet.

Zurück